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„Momo“ "Es gibt ein großes und doch alltägliches Geheimnis. Alle Menschen haben daran teil, jeder kennt es, aber die wenigstens denken je darüber nach. Die meisten Leute nehmen es einfach so hin und wundern sich kein bisschen darüber. Dieses Geheimnis ist die Zeit ..." Zeit ist Geld – und beides kann man bekanntlich sparen. Wenn man allerdings zu viel Zeit spart, verliert man so einiges: die Fähigkeit zu leben, zu lieben und zu genießen. Schauplatz ist ein beschauliches Dörfchen irgendwo in Südeuropa. Nahezu aus dem Nichts taucht eines Tages ein Mädchen auf, das durch seine besondere Gabe bald viele Freunde gewinnen wird: Denn Momo kann, was viele Menschen brauchen: einfach zuhören. – Es ist nur eine Frage der Zeit. Nicht nur die Kinder, auch die Erwachsenen, allen voran Beppo, der Straßenkehrer und Gigi, der Fremdenführer sind gerne mit Momo zusammen. Doch plötzlich gehen seltsame Dinge vor sich: Die Männer der Zeitsparkasse sind unterwegs und erpressen die Bewohner, ihre Zeit nicht mehr zu vergeuden, sondern in die Sparkasse einzuzahlen. Und tatsächlich: Die Menschen in Momos Umgebung beginnen sich zu verändern: keine Zeit für eine Umarmung, keine Zeit, Blumen zu verschenken, denn das kann man sich ja alles sparen. Nur dann muss man sich nicht wundern, dass die Welt ganz plötzlich grau geworden ist. Nein, Momo will nicht einfach so hinnehmen, wie die einst so beschauliche Welt zu einer Wüste der Ordnung umgebaut wird. Denn: »Man verliert die meiste Zeit damit, dass man Zeit gewinnen will«, meinte einmal ein berühmter Dichter. Ob es Momo mit Hilfe der Schildkröte Kassiopeia, die ein wenig in die Zukunft blicken kann, gelingen wird, die grauen Männer der Zeitsparkasse zu besiegen? Eine Geschichte für all jene, die noch nicht verlernt haben, über das scheinbar Selbstverständliche zu staunen, zudem eine Verneigung vor dem großen Schriftsteller Michael Ende, dessen Todestag sich zum zehnten Mal jährt. Regie: Peter Behn |